Besuch bei der Farm „Laughing Waters“

An einem Wochenende im Februar brauchten wir Abwechslung. Raus aus der Stadt – hin zur Natur. Kurzerhand haben wir über AirBnB die Unterkunft Laughing Waters in der Nähe von Stanford entdeckt. Die Farm ist ein kleiner Geheimtipp den wir nicht vorenthalten wollen.

Highlights auf einen Blick

  • Die Wasserversorgung in der Unterkunft erfolgt durch Quellwasser
  • Die Unterkunft ist umringt von vielen Bäumen
  • Ruhe und nochmals Ruhe – mitten in der Berglandschaft

Über die Farm

Die Farm liegt mitten in einer Talsenke vom Sandies Glen Private Nature Reserve. Durch das Tal fliesst der Fluss Waboomsrivier und der Wasserreichtum ist offenbar der Grund für die vielen Bäume und das Grün drumherum. In der Regenzeit verwandelt sich der (jetzt) ruhige Fluss in einen reissenden Wasserstrudel. Auf der Farm selber gibt es Protea Felder zu bewundern, womit die Inhaber ihr Geld verdienen. Zusätzlich haben sie noch Ziegen für die Herstellung von Käse und Therapie Pferde.

Über die Unterkunft

Die Unterkunft bietet drei Cottages an, wir waren in einem niedlichen kleinen Farmhaus untergebracht, dass Nahe am Fluss lag. Alles sehr einfach und rustikal, aber gemütlich. Also man darf keinen Luxus erwarten. Wer es etwas rustikaler mag und sich nicht daran stört, dass die (Land-) Fliegen umherfliegen ist hier genau richtig. Es gibt eine Outdoor-Küche – natürlich mit Braai – und zwei Schlafzimmer. Der riesige Garten ist schön angelegt und bietet in der Mitte eine Feuerstelle – die wir leider nicht mehr ausprobieren konnten. Alles ist umzäunt, so dass wir ohne Bedenken unseren Hund mitnehmen und rumlaufen lassen konnten.

Die Besitzer 

Wir durften kurz Gerd kennenlernen – der Besitzer des Hofes. Er erzählte uns, wie sie in SA angefangen haben. Ursprünglich kommen seine Frau Kerstin und er aus Holland und sind mit Rucksack und leichtem Gepäck vor 13 Jahren nach Südafrika gekommen. Anfangs haben sie zusätzlich mit Gemüse ihr Glück versucht, aber irgendwann festgestellt, dass das Geschäft mit den Protea Pflanzen einträglicher ist. Gerd und Kerstin wurden in die Protea-Züchtung von dem vorherigen Farmer unterstützt und gegenwärtig begleitet sie ein (für uns unbekannter) Wissenschaftsbiologe. 

Unsere Erinnerung

Der erste Tag war ankommen. Für unseren Hund Brezel ein absolutes Highlight, denn die neuen Gerüche mussten natürlich erkundet werden. In dem schönen Garten der Unterkunft surren Bienen und springen Grashüpfer umher. Eine Idylle.

Die Outdoor Küche auf der Laughing Waters Farm.

Mit dem Wetter hatten wir leider weniger Glück. Den Samstag durften wir mit dem Beobachten der Regenwolken verbringen, die viele Schauer vorbeibrachten. Kurzerhand sind wir aber trotzdem los zum Wandern und besuchten die Pferde oberhalb der Farm. Das Ziel war eigentlich der Wasserdamm, indem wir baden wollten, aber irgendwann hat uns der Orientierungssinn verloren.

Entlang dem Protea Feld überraschte uns dann doch ein Regenschauer. Unter Badetüchern geschützt, stellten wir uns in einem Wäldchen unter, was den Schauer etwas abhielt. Auf dem Rückweg besuchten Papa und Pauline noch die Ziegen.

Abends wartete auch schon der Braai auf uns. Es gab Würstchen, Grillkartoffeln und Salat. Wir saßen draußen am Braai in der Outdoor Küche und haben den verregneten Tag ausklingen lassen. Am Abend blieb es zumindest trocken und wir hofften auf den Sonntag.

An Sonntag Morgen war es noch trocken, aber die Wolken hingen in den Bergen fest und es nieselte die ganze Zeit. Wir stärkten uns mit Pancakes und machten uns auf den Weg zurück nach Kapstadt. Pünktlich zum Lunch und den Regen hatten wir in den Bergen hinter uns gelassen, kamen wir auf der Peregrine Farm an. 30 Grad und Sonnenschein hatten wir dort. Die Farm ist immer ein Besuch wert. Es gibt einen Farmshop mit frischem Brot, leckeren Quiche, Obst, Gemüse und vielen mehr. Auf dem Aussengelände sind kleine Shops und ein schöner Spielplatz für die Kids. Nach einem leckeren Mittagessen, Eiscreme und einer Portion Sonne tanken, ging es dann nach Hause in den Pool.

Resume

Unser Aufenthalt auf der Farm „Laughing Waters“ war eine perfekte Auszeit vom hektischen Stadtleben. Die Ruhe, die atemberaubende Natur und die herzlichen Besitzer machten den Aufenthalt zu einem unvergesslichen Erlebnis. Obwohl das Wetter nicht mitspielte, genossen wir die Zeit inmitten der Natur und die Möglichkeit, dem Alltag zu entfliehen. Besonders beeindruckend war die Geschichte von Gerd und Kerstin, die mit ihrem Mut und ihrer Leidenschaft für Protea einen neuen Lebensweg in Südafrika gefunden haben. Wer die Ruhe und den Charme einer ländlichen Unterkunft sucht, ist auf „Laughing Waters“ genau richtig – ein wahres Kleinod, das wir definitiv weiterempfehlen können.

Eine Antwort auf „Besuch bei der Farm „Laughing Waters““

  1. Ihr seid aktiv, toll zu sehen – und jedesmal wird gewandert, finde ich richtig gut!
    Mir ist aufgefallen, wie gut der Artikel strukturiert ist. Highlights/summary, dann paar Absätze, dann Zusammenfassung.. ich wünschte, so wohlstrukturiert würden meine Kollegen auf der Arbeit kommunizieren 🙂

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